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Leichte Inkontinenz - Ärztlicher Sicht

Umgang mit Inkontinenz

Harninkontinenz gehört zweifellos zu den unangenehmeren Gesundheitsproblemen. Es handelt sich um einen Zustand, bei dem der Mensch nicht in der Lage ist, bewusst selbst den Harnabgang aus dem Körper zu regulieren. Dem gängigen Schema zuwider ist Inkontinenz kein ausschließliches Problem der älteren Generation. Tatsache bleibt allerdings, dass eher Frauen als Männer betroffen sind.

MUDr. Ladislav Krofta, CSc. Spezialist im Bereich Urogynäkologie und Ultraschalldiagnose vom Mutter-und-Kind-Fürsorgezentrum in Prag

Erweiterte Erkrankung

Die Häufigkeit des Auftretens von Inkontinenz steigt mit zunehmendem Alter, es geht dabei aber nicht um ein Symptom des Älterwerdens. Die Patientinnen leiden nämlich gleich an mehreren Harninkontinenztypen, meistens aber an Stressinkontinenz. Beispielsweise in Europa sind davon mehr als 7% Frauen betroffen. Zum Hervorrufen des Harnverlusts genügt ein Niesen oder Husten, das Heben einer Last oder irgendeine sportliche Aktivität, bei der sich der Bauchinnendruck erhöht. Fälschlicherweise bringen Patientinnen Stressinkontinenz mit psychischem Stress in Verbindung.

Unkontrollierter Harnverlust wird aber durch eine gestörte Anatomie der unteren Harnwege, bei der sich die Beweglichkeit des Harnblasenhalses und der Harnröhre vergrößert oder durch unzureichende Tätigkeit des inneren Schließmuskels verursacht. Dieser Inkontinenztyp wird gemeinhin mit einer gestörten Funktion und einer Muskelschwächung des Beckenbodens in Verbindung gebracht, beispielsweise nach durchgemachter Vaginalgeburt, gynäkologischem Eingriff oder einer Beckenverletzung. Die Behandlung von Stressinkontinenz erfolgt auf konservative (nichtinvasive) Weise, wobei an erster Stelle die Stärkung der Beckenmuskeln steht. Im Falle des Scheiterns dieser Technik können invasive, auf einer chirurgischen Festigung des Beckenbodens beruhende, Methoden in Betracht gezogen werden.

Dranginkontinenz ist die zweithäufigste Form unkontrollierten Harnverlusts. Die Patientinnen verspüren häufig einen plötzlichen und unkontrollierbaren Harndrang, dem sie beigeben und augenblicklich eine Toilette aufsuchen müssen. Dranginkontinenz kann z.B. bei Infektionen der Harnwege, aber auch bei anderen Erkrankungen beobachtet werden, oder es gelingt überhaupt nicht, die Ursachen festzustellen. In einigen Fällen leiden die Patientinnen unter gemischter Inkontinenz, also einer Kombination aus Stress- und Dranginkontinenz.

Reflexinkontinenz ist ein Zustand, bei dem es zur reflexartigen Entleerung wie bei Säuglingen kommt. Diese Inkontinenzart kann Symptom einer neurologischen Erkrankung oder Folge einer Hirn- oder Rückenmarksverletzung sein.

Wo sind die Ursachen für Inkontinenz zu suchen?

Im menschlichen Körper stellt die Harnblase ein hohles Muskelorgan dar, das seine Form je nach Flüssigkeitsmenge, die gerade ihm enthalten ist, ändert. Die Blase ist in der Lage, bis zu einem halben Liter Flüssigkeit aufzunehmen. Ihre Entleerung ist ein schwieriger Prozess, an dem Nerven, der untere Beckenbereich des Rückenmarks sowie die Harnblasenmuskulatur beteiligt sind. Bei Entleerung ziehen sich die Wände der Blase zusammen und der innere Schließmuskel entspannt sich. Gerade die Tätigkeit dieses Ringmuskels, der sich unterhalb der Harnblase befindet, ist der Mensch in der Lage, bewusst zu steuern.

Die richtige Funktion des Beckenbodens ist Folge einer ausgeglichenen Funktion dreier Teile: Muskeln, Bindegewebe und Nerven, die als dynamische Einheit funktionieren. Häufigster Grund für Inkontinenz ist eine Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur oder des Bindegewebes, wodurch die Harnröhre aus ihrer ursprünglichen Lage gerät und es dem Harn ermöglicht, schon bei leichter Bauchinnendruckerhöhung zu entweichen. Zweite mögliche Ursache ist eine Schwächung des Blasenschließmuskels. Womit wir beim Punkt wären, dass Inkontinenz hauptsächlich Frauen betrifft. Hauptgründe für einen nicht funktionierenden Beckenboden, und somit für Inkontinenz, stellen z.B. durch schwierige Geburten oder durch Übergewicht hervorgerufene Änderungen dar. Stressinkontinenz betrifft demnach nicht nur die älteren Frauengenerationen, bei denen sich im Zeitraum der Menopause der Spiegel des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen senkt.

Bei jüngeren Frauen wird die Erschlaffung von die Harnröhre umgebenden Muskeln und Gewebe durch häufige Schwangerschaft, schwere Geburten, Geburten von Kindern mit einem Geburtsgewicht von mehr als 4 Kilogramm oder der operativen Entfernung der Gebärmutter hervorgerufen. Weitere Risikofaktoren sind chronischer Husten bei Asthma oder unangemessene körperliche Anstrengung.

Inkontinenz hat eine Lösung

Zu Beginn des Auftretens von Beschwerden kann Inkontinenz als vereinzeltes Problem mit vernachlässigbarer Menge entweichenden Urins wahrgenommen werden. Mit der Zeit kann sich die Harnröhre aber weiter lösen oder der Schließmuskel weiter erschlaffen, wodurch häufiger und in größeren Mengen Harn entweicht. Frauen müssen beginnen, Inkontinenzeinlagen zu tragen, ihr Trinkregime einschränken und, mit zunehmenden Beschwerden, sämtliche Aktivitäten entsprechend Toilettenverfügbarkeit planen. Nicht selten beginnen sie, dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben, Sport und Sex auszuweichen. Sobald der ungewollte Harnverlust für die Frau zum hygienischen und sozialen Problem wird, sollte sie dieses lösen, da es überflüssig ist, sich von dieser Erkrankung in sein Privatleben eingreifen und seinen Tagesrhythmus stören zu lassen.

Es gibt mehrere Methoden der Behandlung von Inkontinenz. Erste Wahl bei der Behandlung und Prävention einer Verschlimmerung ist die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur durch sog. Kegel-Übungen. Falls die Muskeln allerdings wesentlich geschwächt sind, haben diese Übungen leider kaum einen merklichen Effekt. Bei Frauen in der Menopause hilft teilweise eine medikamentöse Behandlung mit Östrogen enthaltenden Medikamenten, die in Form von Tabletten, Zäpfchen oder als Creme in die Scheide eingeführt werden. Stressinkontinenz lässt sich erfolgreich durch einen minimalinvasiven chirurgischen Eingriff behandeln, bei dem zur Unterstützung der Harnröhre eine neue Behandlungstechnik, das TVT-Band, angewendet wird.

Leider gehört Inkontinenz immer noch zu den Erkrankungen, über welche die Patientinnen wegen des Schamgefühls oft nicht sprechen mögen. Für Frauen, die an Inkontinenz leiden, sind deshalb die Webseiten www.inkontinence.com bestimmt, wo die Patientinnen alle notwendigen Informationen über dieses Gesundheitsproblem sowie Möglichkeiten der Behandlung von Stressinkontinenz finden.

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